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11.2013

Tarifoptimierung durch unternehmensindividuelle Rechnungsgrundlagen


Die Absicherung biometrischer Risiken ist das Kerngeschäft der Lebensversicherung. Eine bestmögliche Einschätzung der jeweiligen Risiken bestimmt folglich ganz wesentlich über die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens und seiner Tarife. Hier bieten sich vielfältige Ansätze zur Tarifoptimierung. Moderne aktuarielle Verfahren zur unternehmensindividuellen Gestaltung der Rechnungsgrundlagen liefern dafür eine große Bandbreite möglicher Optionen.

Branchenweit verfügbare Standard-Rechnungsgrundlagen basieren auf aggregierten Datensätzen, die oftmals nicht repräsentativ für den eigenen Bestand sind. Je nach Produktausgestaltung und Vertriebskanal werden durch die unternehmenseigenen Tarife oftmals bestimmte Kundengruppen angesprochen, deren Sterblichkeits-, BU- oder Pflegerisiken deutlich von denen des Branchendurchschnitts abweichen können. Auch innerhalb eines Bestandes gibt es häufig signifikante Unterschiede zwischen den biometrischen Risiken verschiedener Versichertengruppen.

Die Herleitung unternehmensindividueller Rechnungsgrundlagen vermittelt einen genauen Überblick über die eigene Risikosituation und ermöglicht damit eine verbesserte Tarifkalkulation. Das Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften (ifa) unterstützt seine Kunden regelmäßig bei der Herleitung solcher Rechnungsgrundlagen. Diese legen oftmals Potenziale in der Prämienkalkulation frei, die zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Produkte am Markt genutzt werden können. In einem konkreten Fall konnten die kalkulatorischen Sterbewahrscheinlichkeiten für eine Risikolebensversicherung im Vergleich zur Sterbetafel DAV 2008 T um durchschnittlich 30% reduziert werden. Der bis dahin in Preisvergleichen abgeschlagene Tarif schaffte dadurch in zahlreichen Vergleichen den Sprung unter die attraktivsten Angebote.

Durch eine Differenzierung nach Bestandsgruppen kann darüber hinaus risikoadäquater kalkuliert werden. So werden auch bei Risikolebensversicherungen zunehmend Kriterien wie die Berufsgruppe oder der Bildungsstand in der Prämienberechnung berücksichtigt. Standard-Rechnungsgrundlagen bieten hier in der Regel keine ausreichende Grundlage für die Kalkulation. Auch die risikogerechte Berücksichtigung neuer Produktmerkmale, die eine Alleinstellung am Markt bedeuten, kann nur durch unternehmensindividuelle Rechnungsgrundlagen erreicht werden.

Auch Eine Bestandssegmentierung nach Vertriebswegen zeigt oftmals signifikante Unterschiede in der Profitabilität des eingeworbenen Geschäfts. Dadurch können unrentables Geschäft erkannt, die Kalkulation angepasst und der Vertrieb entsprechend gesteuert werden.


Weitere Informationen:

Dr. Matthias Börger
+49 (731) 20 644-257

Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften
Lise-Meitner-Str. 14
89081 Ulm

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