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Chance-Risiko-Profile von Altersvorsorgeprodukten

Veröffentlichungen

PRIIP-KID: [P]roviding [R]etail [I]nvestors with [I]nappropriate [P]roduct Information?
Stefan Graf, 2018, Working Paper
Life-cycle Funds: Much Ado about Nothing?
Stefan Graf, 2016, The European Journal of Finance (DOI)
The Impact of Inflation Risk on Financial Planning and Risk-Return Profiles
Stefan Graf, Lena Härtel, Alexander Kling und Jochen Ruß, 2012, ASTIN Bulletin, 44(2): 335–365 (DOI)
Financial planning and risk-return profiles
Stefan Graf, Alexander Kling und Jochen Ruß, 2012, European Actuarial Journal, 2(1): 77–104 (DOI)

Die Produktentwicklung von Altersvorsorgeprodukten ist spätestens seit der Deregulierung im Jahre 1994 ein wesentlicher Faktor zum dauerhaften Erfolg und der Wettbewerbsfähigkeit von Lebensversicherungsunternehmen geworden. Aufgrund den mit der Deregulierung entstandenen Freiheiten aber auch steigender gesetzlicher Anforderungen an die entsprechenden Produkte – wie z.B. die Einführung gewisser Garantien bei sogenannten Riester-Produkten oder bei der betrieblichen Altersversorgung – wurden in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche neuartige (häufig komplexe) Produkte wie z.B. dynamische Hybridprodukte oder Variable Annuities entwickelt, welche dem Kunden einerseits Partizipation an den Kapitalmärkten ermöglichen, andererseits aber auch (Teil-) Absicherungen gegen etwaigen Wertverlust bieten. Damit wurde die bisher bestehende Produktpalette um einige interessante Neuerungen erweitert. Die Anforderungen an eine angemessene Produktberatung, um die verschiedenen Charakteristika der unterschiedlichen Produkte erkennen und transparent darstellen zu können, haben sich damit insbesondere aufgrund der gestiegenen Komplexität deutlich erhöht. Während durch die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) unter anderem der transparenten Kostendarstellung durch Einführung des Produktinformationsblattes ein gesetzlicher Rahmen geschaffen wurde, so besteht bei einer entsprechend transparenten Leistungsdarstellung der Produkte noch großes Verbesserungspotenzial. Die bisher vorherrschende Methodik mittels sogenannter deterministischer Beispielrechnungen – d.h. Ablaufleistungen oder Renten eines Produktes werden unter der Annahme einer konstanter Performance des zugrunde liegenden Investments berechnet – Charakteristika der Produkte zu ermitteln, führt häufig zu Fehleinschätzungen und somit möglichen Falschberatungen. Ziel des Forschungsprojektes ist es daher, anhand stochastischer Modelle Grundsätze und Methoden für eine angemessene Bestimmung von Chance-Risiko-Profilen – d.h. der Wahrscheinlichkeitsverteilung möglicher Leistungen – und deren transparente Darstellung gegenüber Vermittlern und Endkunden zu entwickeln. Durch Einführung von Chance-Risiko-Profilen sollen zum einen Produkte den Kunden entsprechend der Risikoneigung des Kunden zugeordnet werden können und zum anderen Versicherern die Möglichkeit einer zielgerichteten Produktentwicklung gegeben werden.

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Wichtige Informationen:

ifa aktuell:
Produktfreigabeverfahren nach IDD

Mit Hochdruck arbeiten die deutschen Versicherer an der Umsetzung der Vorgaben der IDD. Eine Anforderung der IDD ist das sogenannte Produkt­freigabe­verfahren ... lesen Sie hier mehr

ifa informiert:
Erneut Handlungsbedarf

Es gibt neue Anforderungen an Produktinformationsblätter für BU- und Risikolebensversicherungen. Das ifa unterstützt das Produkt­manage­ment zahlreicher Versicherer bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben.... lesen Sie hier mehr

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