Sie sind hier: Startseite - News & Publikationen - ifa informiert - 

ifa informiert

07.2018

ALM unter Solvency II


Asset-Liability-Management (ALM) ist als Teil des Risikomanagementsystems eine wichtige Komponente des neuen Aufsichtssystems Solvency II. Bei einigen Unternehmen wurden im Rahmen von Prüfungen (durch Aufsichtsbehörde, interne Revision etc.) noch erhebliche bestehende Lücken festgestellt: Das ALM muss noch an die neue Aufsichtswelt unter Solvency II angepasst werden.

Projekterfahrungen zeigen, dass es sich lohnt, im Zuge der Anpassung des ALM an Solvency II alle relevanten Teilaspekte nochmals grundlegend zu diskutieren. Hierzu zählen Ziele und Einsatzgebiete des ALM, Sichtweisen bzgl. möglicher Inkongruenzen, der Kennzahlenkatalog sowie der Baukasten an relevanten Methoden.

Durch geeignete prozessuale Ausgestaltung des ALM können erhebliche Synergien gehoben werden. Dies gilt insbesondere für das Zusammenspiel von ALM-Betrachtungen mit Projektionsrechnungen, Sensitivitäten und Stresstests im Rahmen von ORSA, SFCR und RSR. Die Anpassung des ALM an Solvency II bietet zudem die Gelegenheit, ver­schiedene Sichtweisen (u.a. Liquidität, HGB und Solvency II) zusammenzuführen und so eine umfassende Sicht auf mögliche Handlungsalternativen zu erlangen. Eine konsistente Betrachtungsweise erleichtert darüber hinaus die Nutzung der Ergebnisse zur Ent­scheidungs­findung.

Die ALM-Anforderungen gelten zwar grundsätzlich für alle Sparten – die inhaltlichen Anforderungen unterscheiden sich jedoch deutlich (z.B. aufgrund der unterschiedlichen Auswirkungen der Niedrigzinsphase). Wir bringen eine spartenübergreifende Sicht in die Projekte ein. So können die bereits vorhandenen spartenspezifischen ALM-Ansätze weiterentwickelt und auf eine gemeinsame Grundlage gestellt werden. Dies erleichtert auch die zunehmend an Bedeutung gewinnenden ALM-Betrachtungen auf Gruppenebene.

Eine bloße Fokussierung auf den Vergleich verschiedener Softwarelösungen hat sich bei den Anpassungen des ALM als nicht ausreichend erwiesen. Nach Klärung der inhaltlichen und prozessualen Anforderungen sind jedoch Vor- und Nachteile verschiedener Soft­warelösungen hinsichtlich der technischen Umsetzung der gewünschten ALM-Analysen zu berücksichtigen. Hierbei bringen wir unsere Erfahrungen mit verschiedenen Soft­ware­lösungen ein.


Weitere Informationen:

Dr. Andreas Reuß
+49 (731) 20 644-251

Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften
Lise-Meitner-Str. 14
89081 Ulm

Wichtige Informationen:

ifa aktuell:
Studie zu Nutzen und Akzeptanz der Rentenversicherung

Jochen Ruß und Stefan Schelling (ifa und Uni Ulm) haben ausführlich analysiert, unter welchen Umständen eine Verrentung des angesparten Geldes sinnvoll ist und warum die Akzeptanz von Verrentung meist auch dann sehr gering ist, wenn eine Verrentung rational wäre. ... lesen Sie hier mehr

ifa informiert:
Stornorisiko und Risikomarge unter Solvency II

Die Vorgaben machen eine Segmentierung des Bestands zur Bestimmung der Solvenzkapital­anforderungen für das Stornorisiko notwendig. Praktikable Lösungs­ansätze helfen hierbei. ... lesen Sie hier mehr

Tagungen:
Kommende Vorträge von Mitarbeitern

Unsere Mitarbeiter halten regelmäßig Vorträge auf nationalen und internationalen Tagungen und Konferenzen. ... lesen Sie hier mehr

Unser Download-Center:
News & Publikationen

Vorträge, Veröffentlichungen und weitere interessante Informationen finden Sie immer in unserem Download-Center. ... lesen Sie hier mehr