Sie sind hier: Startseite - News & Publikationen - ifa informiert - 

ifa informiert

10.2014

Das Langlebigkeitsrisiko in Deutschland


Zu diesem Thema war Dr. Matthias Börger vom Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften nach Frankfurt eingeladen worden, um im Rahmen der Reihe „DAV vor Ort“ neue Erkenntnisse über die entsprechenden Risikokomponenten und ihrer Relevanz sowie innovative Methoden zur Absicherung dieser Risiken vorzustellen.

Er erläuterte dabei u. a. die Bedeutung angemessener Best-Estimate-Annahmen für das Risikomanagement, wobei die Bestandsspezifika sorgfältig berücksichtigt und regelmäßig überprüft werden müssen. Das Langlebigkeitsrisiko hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen – durch wachsende Rentenversicherungsbestände in der Lebensversicherung, aber insbesondere auch in der betrieblichen Altersvorsorge. Zum Management dieses Risiko sind ein tiefgreifendes Verständnis der Risikotreiber und eine geeignete Modellierung erforderlich. Für die Absicherung erläuterte Dr. Börger u. a. die Funktionsweise von Longevity Swaps, die eine interessante Möglichkeit der Risikoübertragung darstellen.

ifa ist eines der führenden deutschen Beratungsunternehmen im Bereich Langlebigkeitsrisiken (und weiterer biometrischer Risiken) und unterstützt seine Kunden bei einer Vielzahl von Fragestellungen:

  • Entwicklung innovativer Produktkonzepte
  • Auswahl und Herleitung geeigneter Rechnungsgrundlagen
  • Durchführung von Profit Tests
  • Herleitung bestandsspezifischer Best-Estimate-Ausscheideordnungen
  • Durchführung von Actual-to-Expected-Analysen, u. a. im Rahmen von Solvency II
  • Projektion von Versicherungsbeständen und der Analyse der Ertragssituation
  • Herleitung und Auswertung von Stressszenarien für die Risikoanalyse von Versicherungsbeständen
  • Stochastische Modellierung und Simulation, insbesondere von Sterblichkeits- und Langlebigkeitsrisiken
  • Entwicklung und Qualitätssicherung von Partialmodellen und Internen Modellen für biometrische Risiken unter Solvency II
  • Management und Übertragung biometrischer Risiken

Den Vortrag von Dr. Börger finden Sie zum Download hier.


Weitere Informationen:

Dr. Matthias Börger
+49 (731) 20 644-257

Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften
Lise-Meitner-Str. 14
89081 Ulm

Wichtige Informationen:

ifa aktuell:
Auswirkungen von Garantien auf
bAV-Produkte bei niedrigen Zinsen

Eine Garantie von 100 % der Beiträge ist nach der anstehenden Rech­nungs­­zinssenkung selbst bei extrem kostengünstigen Produkten mit üblicher Produktkalkulation nicht mehr darstellbar. Vor diesem Hintergrund hat das ifa in einer Studie die Auswirkung unterschied­licher Garantiehöhen auf Chancen und Risiken von bAV-Produkten analysiert und dabei insbesondere untersucht, wie bedarfsgerechte Garantien auch im Rahmen der bAV angeboten werden können. Im Ergebnis erscheint das Chance-Risiko-Profil einer BOLZ mit redu­zierter Garantie im aktuellen Umfeld auch unter Einbeziehung der Rentenbezugsphase attraktiver als das Chance-Risiko-Profil einer BZML mit 100 % Beitragsgarantie. [mehr]

ifa informiert:
Aus komplexen Daten die richtigen Schlüsse ziehen – am Beispiel geografischer Analysen

Geografische Analysen ermöglichen die intuitive Visualisierung eines Versicherungsbestandes. Wie sich beispielsweise die Profitabilität eines fiktiven Versicherungsbestandes auf den Ebenen Bundesland – Region – Kreis darstellt, können Sie mit unserer interaktiven Beispielkarte selbst ausprobieren. [mehr]

Neuigkeiten in Kürze:

Quantitative Analysen zu Risikominderungstechniken im Kontext des Paneuropäischen Privaten Pensionsprodukts (PEPP) [mehr]

PRIIP: Europäische Kommission veröffentlicht überarbeitete RTS [mehr]

Umfassende Methodik für den Werthaltigkeitsnachweis latenter Steuern [mehr]

RTS zur Präzisierung der Anforderungen an ein Paneuropäisches Privates Pensionsprodukt (PEPP) veröffentlicht [mehr]

Konkretisierung zur Offenlegung von Nachhaltigkeitsaspekten (ESG) im Zuge der Transparenzverordnung erschienen [mehr]