Nachdem die Europäische Kommission im Dezember 2020 in einem Brief an die Europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) um einen zeitnahen Vorschlag für überarbeitete technische Vorgaben zur PRIIP-Verordnung (sogenannte Regulatory Technical Standards, RTS) gebeten hat, wurden diese nun von den ESAs veröffentlicht. Inhaltlich handelt es sich dabei um denselben Vorschlag, auf den man sich im Juni 2020 seitens der ESAs nicht gemeinsam verständigen konnte und welcher damals insbesondere von EIOPA abgelehnt wurde.
Der Vorschlag sieht vor, dass die aktuell noch mögliche und von vielen Versicherern praktizierte Verwendung von UCITS-KIIDs als spezifische Anlageinformation ab 1.1.2022 nicht mehr zulässig sein wird. Ferner ergeben sich weitere potenzielle Anpassungen an den bisherigen PRIIP-KIDs. So adressieren die vorliegenden RTS beispielsweise folgende Themen:
Die Frage, ob und in welchem Umfang die Basisinformationsblätter der Anbieter von den geplanten Änderungen betroffen sind, hängt stark von der konkreten Umsetzung ab. Für einen Austausch hierzu stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Im Zuge der Einführung der sogenannten „EU-Kleinanlegerstrategie“ wird derzeit auf EU-Ebene die Frage kontrovers diskutiert, ob provisionsbasierte Beratung bei Finanzprodukten stärker reguliert oder gar verboten werden sollte. Begründet wird die Forderung eines Verbots dabei mit Ergebnissen der sogenannten Kantar-Studie. Dies ist in doppelter Hinsicht problematisch: Die in der öffentlichen Diskussion angeführten Kostenargumente können gar nicht aus der Kantar-Studie abgeleitet werden. Argumente jenseits einer reinen Kostenbetrachtung, die gegen ein Provisionsverbot sprechen, werden komplett ausgeblendet. Um eine Indikation abzuleiten, für welche Typen von Verbrauchern welche Form der Beratungsvergütung kostengünstiger ist, haben wir für verschiedene Vergütungsmodelle quantitative Analysen durchgeführt. Hier hat sich deutlich ergeben, dass für Verbraucher, die regelmäßig eher kleine Summen sparen (die also im Rahmen der EU-Kleinanlegerstrategie besondere Beachtung erhalten müssten) provisionsbasierte Modelle meist kostengünstiger sind als Honorarmodelle. [mehr]
Produkte, die kein lebenslanges Einkommen bieten, sind viel riskanter als sie auf den ersten Blick erscheinen. Eine lebenslange Rente sichert das Risiko ab, welches daraus resultiert, dass niemand wissen kann, wie alt er oder sie wird, und daher nicht planen kann, bis zu welchem Alter die regelmäßigen Ausgaben finanziert werden müssen. [mehr]
BaFin beschreibt Zuordnungsansatz für Vermögenswerte im Rahmen der EU-Offenlegungsverordnung [mehr]
Value for Money bei Altersvorsorgeprodukten [mehr]
Update des Branchenstandards für PRIIP der Kategorie 4 erfordert Modellanpassungen [mehr]
Eiopa zu differenziertem Pricing in Schaden/Unfall [mehr]
Forschungsarbeiten zu Solvency II mit PwC Insurance Nord Preis ausgezeichnet [mehr]