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01.2018

Veränderungsanalyse unter Solvency II


Zum 31.12.2017 müssen alle Versicherungsunternehmen erstmals eine Veränderungs­analyse bzgl. der Solvency-II-Eigenmittel durchführen. Hierfür muss insbesondere die Veränderung des Besten Schätzwerts der vt. Rückstellungen zwischen 31.12.2016 und 31.12.2017 in mehrere Teilkomponenten zerlegt werden.

Zur Befüllung der quantitativen Berichtsformulare (QRTs) zur Veränderungsanalyse sind Berechnungen mit unterschiedlichen Beständen und Annahmen erforderlich. Für eine schnelle Umsetzung dieser Berechnungen hat das ifa spezifische Ansätze und Tools entwickelt. Wesentlicher Aspekt ist dabei die Durchführung zusätzlicher Berechnungen auf Basis einer vereinfachten Datenaufbereitung für die entsprechenden Bewertungsmodelle (insbesondere für BSM und INBv). Bei Verwendung der Tools entfallen aufwändige Prozesse der Datenaufbereitung für die Bewertungsmodelle und es können sehr schnell aussagekräftige Ergebnisse erzielt werden.

Für die aktuarielle Geschäftssteuerung sollte die regulatorisch geforderte Veränderungs­analyse um zusätzliche Betrachtungsebenen erweitert werden. Im Fokus stehen dabei Veränderungen bzgl. der Kapitalanlagen inkl. der Rückkopplung auf die vt. Rückstellungen (Asset-Liability Perspektive), eine aussagekräftige Bewertung des Neugeschäfts (und ggf. die separate Betrachtung von Teilbeständen) sowie die Veränderungen des SCR. Die daraus entstehende Überleitungsrechnung kann zum Soll-Ist-Abgleich, zur Modell- und Ergebnisvalidierung, zur Identifikation der wesentlichen Risikotreiber sowie zur ökonomischen Neugeschäftsbewertung eingesetzt werden. Bei entsprechender Automatisierung kann die Überleitungsrechnung auch vierteljährlich erfolgen und somit einen wichtigen Beitrag zu einem tieferen Verständnis der Ursache-Wirkungszusammenhänge unter Solvency II leisten.

Das ifa bietet neben der Bereitstellung entsprechender Tools insbesondere auch konzeptionelle Unterstützung an. Wir begleiten darüber hinaus die praktische Durchführung der Berechnungen.


Weitere Informationen:

Dr. Andreas Reuß
+49 (731) 20 644-251

Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften
Lise-Meitner-Str. 14
89081 Ulm

Wichtige Informationen:

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bAV-Produkte bei niedrigen Zinsen

Eine Garantie von 100 % der Beiträge ist nach der anstehenden Rech­nungs­­zinssenkung selbst bei extrem kostengünstigen Produkten mit üblicher Produktkalkulation nicht mehr darstellbar. Vor diesem Hintergrund hat das ifa in einer Studie die Auswirkung unterschied­licher Garantiehöhen auf Chancen und Risiken von bAV-Produkten analysiert und dabei insbesondere untersucht, wie bedarfsgerechte Garantien auch im Rahmen der bAV angeboten werden können. Im Ergebnis erscheint das Chance-Risiko-Profil einer BOLZ mit redu­zierter Garantie im aktuellen Umfeld auch unter Einbeziehung der Rentenbezugsphase attraktiver als das Chance-Risiko-Profil einer BZML mit 100 % Beitragsgarantie. [mehr]

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